»WET – the show« zu Gast im Essener GOP Varieté-Theater

Wie in unserer Vorschau angekündigt, waren wir am 15. April anlässlich 

»WET – the show«

zu Gast im Essener GOP Varieté-Theater und ließen uns überraschen, was Artisten und Akrobaten so alles in und um Badewannen herum anstellen können. Unser Eindruck: »WET – the show« im GOP ist im wahrsten Sinne des Wortes eine »spritzige« Revue der Extraklasse.

Wer es noch nicht kennt: Das GOP Varieté-Theater ‒ das in diesem Jahr übrigens 20-jähriges Jubiläum feiert ‒ liegt im ehemaligen »Großhaus am Viehofer Tor« in der nördlichen Innenstadt von Essen und beherbergt einen großzügig gestalteten, Atmosphäre ausstrahlenden komfortablen Bühnensaal nebst Restaurant.

Noch rasch zur Einstimmung einen appetitanregenden »Splish Splash«- und einen »Ximena«- Cocktail bestellen, dann geht schon der Vorhang auf und gibt − unter den munteren Klängen des altbekannten Conny Froboess-Hits »Pack die Badehose ein« − den Blick frei auf das Bühnenbild: Sechs auf Podesten stehende Badewannen samt quirligem Inhalt. Die von Beginn an gute Stimmung im Publikum schäumt förmlich über, als das attraktive Wannenballett zu fetziger Musik zum Auftakt von

WET – the show

loslegt. Ein gelungener Auftritt der Artisten Ludmila Nikoleva (Antipoden), Lena Ries (Luftring & Kontorsion), Adem Endris (Jonglage), Anton Belyakov (Handstand), Daniel Stern (Strapaten) und Sängerin Lina Navakaite, den Stars des heutigen Abends. Und als dann noch Ulknudel Ximena Ameri (Comedy) aus einem Abflussrohr krabbelt und den Benjamin der Truppe, Jungstar Moritz Haase (Trapez) auf die Bühne zerrt, ist das WET – the show-Team komplett. Ximena Ameri − aufgebrezelt mit zwei riesigen Lockenwicklern im Haar − verlangt lautstark nach sprudelndem Nass aus der Leitung, um ihre Gummiente zu Wasser zu lassen. Moritz hilft und prompt spritzt es rund durch den Saal bis zur dritten Reihe: ”She brings the rain − Oh Yeah“.  😀

Als erste Künstlerin des Ensembles ist die blonde Polin Ludmila Nikoleva mit ihrer Antipoden-Jonglage-Präsentation an der Reihe. Auf dem Rücken in einer Wanne liegend wirbelt sie im Takt zum Klassik-Livegesang von Lina Navakaite mit scheinbarer Leichtigkeit Tücher, zylinderförmige Rollen und runde Schachteln immer schneller und schneller durch die Luft. Toll, wie die grazile Künstlerin allein mit ihren zarten Füßen und Beinen alle diese Gegenstände in Schwung bringt.

Danach zeigt Adem Endris, dass man (zumindest wenn man die Kunst der Jonglage so gut beherrscht wie er) auch während eines zünftigen Striptease mit 3 Gummibällen jonglieren kann, ohne auch nur ein einziges Mal einen Ball fallen zu lassen. Wow! Die gute Laune im Publikum steigt noch mehr, als drei in luftige Badehandtücher gehüllte gut gebaute Männer (Adem, Daniel und Anton) kunstvolle Tanzperformancen zum Besten geben. Oh, là, là, haben die Jungs knackige Popos! Auch Badenixe Ximena ist vor Bewunderung mal wieder hin und weg. Da will Nummer 4 des männlichen WET – the show-Ensembles nicht nachstehen und zeigt im Anschluss daran eine schwungvolle akrobatische Wannentanznummer à la Moritz Haase.

Spritzig geht es weiter mit Handstand-Artist Anton Belyakov. Glitschiger Wannenrand? Kein Problem für einen trainierten Künstler seines Formats. Plitschnass geht es im irren Tempo rein und raus aus der Wanne. Anton tanzt und rockt im Handstand zu fetziger Musik wie ein Derwisch und richtet eine erkleckliche Überschwemmung auf der Bühne an. Eine wahrlich prickelfrische Nummer, die ihm so schnell keiner nachmacht. Aber kann er sich im »Wasserweitspucken« mit Kollegin Ximena messen?

Schlag auf Schlag geht’s bei »WET – the show« im Sauseschritt weiter durch das  feucht-rasante Programm. Vor der Pause heißt es noch einmal Bühne frei für einen weiteren Wannenkünstler: Luftakrobat Daniel Stern. Während Wasserkaskaden von der Decke fließen, windet und räkelt sich der attraktive Casanova − musikalisch live begleitet von Muse Lina Navakaite − in luftiger Höhe kraftvoll und elegant in seinen Strapaten. Spätestens als er sich am Ende seiner Darbietung in eine bis zum Rand mit Wasser gefüllte Wanne plumpsen lässt, wird es Zeit für einen gründlichen Wischmopp-Einsatz des kompletten WET – the show-Teams.  🙂

Hoch unter der Bühnendecke präsentiert nach der Pause auch Lena Ries (eine junge Zirkusartistin mit Köpfchen), ihre graziöse und schwungvolle Luftring-Show, — während sich beim nachfolgenden witzigen Angelspiel-Sketch mit Ximena Ameri alles um ein »vorwitziges Händchen« dreht, das den auf Frau Flodder getrimmten Tollpatsch mit sämtlichen Schätzen beglückt, die je auf dem Grund eines Teichs schlummern könnten.

Danach startet Jongleur Adem Endris seinen zweiten Auftritt zunächst wieder mit 3 Gummibällen, die er geschickt auch hinter seinen Beinen zu jonglieren versteht. Innerhalb weniger Minuten steigert er seine temperamentvolle Darbietung auf 7 Bälle, die ihm Sängerin Ludmila Nikoleva nach und nach zuwirft. Für sein rundum perfektes Spiel erntet der gebürtige Äthiopier jede Menge Applaus. Huch, was sind denn das für komische Geräusche? Als sich Ximena Ameri für den nächsten Wettstreit in der Disziplin »Wasserweitspucken« rüstet, gluckert es wie in einem Shaker an der Cocktailbar.

Leidenschaftlich wird es, wenn der smarte Daniel Stern gleichzeitig mit zwei rassigen Frauen (Lena Ries und Ludmila Nikoleva) auf Tuchfühlung, — am Schluss aber trotzdem ›leer‹ ausgeht.  😉

Dass man den quer durch die WET – the show tönenden Oldie »Pack die Badehose ein« in sämtlichen Varianten erklingen lassen kann, beweist Ludmila Nikoleva. Egal ob Händel, Schumann, Schönberg, Mozart, die Beatles oder russische Volksmusiker bei der Komposition Pate standen, — die blonde Diva beherrscht jede Tonlage.

”Kutschi ,kutschi, kutschi”. Welchem unerkannt in einer Wanne liegenden Künstler wohl die »Verliebten Füße« ♥ gehören, die sich erst zaghaft-zärtlich und dann immer hemmungsloser übereinander hermachen?

Die geschmeidige und bildhübsche Lena Ries zeigt bei ihrem 2. Auftritt, dass sie nicht nur eine ausgezeichnete Luftakrobatin, sondern auch eine hervorragende Kontoristin ist. Gewandt wie eine Schlange biegt und dreht sie ihren Körper in alle Richtungen und präsentiert am Ende ihrer anmutigen Darbietung eine zauberhafte Variante der bekannten Biellmann-Pirouette.

Ich stehe im Regen und warte auf Dich”, tönt es aus Richtung Lina Navakaite. Ob sie damit Moritz Haase meint, der den letzten Auftritt in WET – the show mit einer Nummer am Trapez bestreitet? Eindrucksvoll zeigt der talentierte junge deutsche Artist aus Karlstadt, was er in der Zirkusschule gelernt hat.

Zum Abschluss hüpft und tanzt das quirlige Völkchen von Badenixen, Quietscheenten-Tauchern, Whirlpool-Surfern und Bademeistern mit der Lizenz zum Seifen unter begeistertem Beifall des Publikums ausgelassen noch dreimal als Polonaise über die Bühne.

Auch uns und unseren Tischnachbarn hat

WET – the show,

eine rundum gelungene bunte, fröhlich-frische Mischung aus Spitzenartistik, Comedy, Tanz und Live-Gesang, sowie stimmigem Soundtrack von klassisch bis rockig-poppig-modern − samt jeder Menge Wasser, Splish-Splash und prickelndem Badespaß, − mehr als gut gefallen.

WET – the show

gastiert noch bis zum 8. Mai 2016 in Essen. Hier alle Infos zur jeweils aktuellen SHOW und den Mitwirkenden, sowie zu den Spielzeiten und zum Ticketverkauf!

Noch ein Hinweis: Am 16.5.2016 ist im GOP »Tag der offenen Tür«. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr lädt das Essener Team dazu ein, das Varieté-Theater zu erkunden. Interessierte Besucher dürfen sich an diesem Nachmittag auf besondere Aktionen, Live-Musik, künstlerische Darbietungen, kulinarische Köstlichkeiten und vieles mehr freuen.

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