Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015 – (Dortmund – An der Westfalenhalle)

Wie bereits angekündigt, startete

Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015

am 18. Dezember 2015 pünktlich ‒ bereits zum 5. Mal infolge ‒ in Dortmund auf dem Parkplatz E an der Westfalenhalle.

Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015
Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015

Als begeisterte Flic Flac-Fans hatten wir uns diesen Weihnachtsshow-Termin fest notiert und waren bei der Premiere, um über dieses Event ‒ eine komplett neue Top-Show für die ganze Familieunter der schwarz-gelben Zeltkuppel zu berichten.

Nachdem die letzten Besucher im zu 99% gefüllten Zelt Platz genommen haben, beginnt sich kurz nach 20 Uhr die Bühne von der Decke zu senken und Sängerin Alexandra Gerbey, die zusammen mit Sänger, Entertainer und Zeremonienmeister Frank Fabry die Show musikalisch begleitet, schwebt auf einer Schaukel sanft auf den Boden.

Voll Power geht es dann nach kurzer Begrüßung direkt los mit acht wilden Mongolen aus der insgesamt 14 köpfigen Puje-Truppe: Mehrfache Saltos, Schrauben, großartiges Handvoltigen (so nennt man die athletische Disziplin, bei der ein Artist in die Luft geworfen und wieder aufgefangen wird), kerzengerade 4-Mann-Pyramiden ‒ allesamt Spezialitäten der hochbegabten Mitglieder des Ensembles aus dem Staatscircus von Ulan Bator in der Mongolischen Volksrepublik.

Rasch geht es weiter mit den Mesa Brothers aus Kolumbien. Auf dem Drahtseil hoch oben unter der Zirkuskuppel zeigt das Trio Simon, Jordan und Oscar Fernando, was man unter einem professionellem Drahtseilakt und Seiltanzen versteht. Die Profis hüpfen Seilchen, springen übereinander hinweg, fahren mit ihren Miniatur-Bikes darauf spazieren und balancieren zu zweit ihren Partner Nummer 3 auf einer Querstange über den Schultern von rechts nach links. Und das alles ohne Netz und doppelten Boden.

Wunderschön anzusehen auch die nachfolgende ästhetische und sinnliche Darbietung von Zinzi & Evertjan. Das holländische Paar präsentiert nicht nur perfekte und dynamische Partner-Akrobatik, sondern »erzählt« dem Publikum zugleich ohne große Worte die ewige Geschichte von Liebe, Sehnsucht, Leidenschaft und Hass zwischen Mann und Frau.

Im Anschluss daran beweist ein tollkühner junger Akrobat, was man solo mit Geschick, Kraft und Schwung in luftiger Höhe spannendes auf einer Trapezschaukel anstellen kann: Mark McGill, von dem man sicher demnächst noch einiges hören wird.

Nanu, was sind das denn für komische Geräusche? Das kann nur René Bazinet aus Kanada sein. Schauspieler, Entertainer, Pantomime und Geräuschvirtuose Der in Bochum geborene Auswanderer mit der roten Baseballkappe ist alles in einer Person und hat jede Menge drauf: Es schmatzt, gluckert, klopft, quietscht und piept in einem fort, während er mit einem unsichtbaren Ball mit dem Publikum »Ball spielt«. Hilfe, jetzt hat er doch tatsächlich einen Golfball verschluckt, der abwechselnd mal oben und mal unten wieder raus will …..  🙂

Klasse ist auch die nächste Show: In seiner Hose mit XXXL-Beinweite erinnert Jongleur Tony Frebourg an einen Samuraikämpfer, und genauso gewandt wie dieser mit einem Schwert umzugehen weiß, hat der Franzose seine Diabolos fest im Griff, oder besser die extrakurzen Handstöcke samt Spielschnur. Einfach nur fantastisch anzuschauen, wie er die Anzahl der tanzenden rotvioletten Lichtkegel steigert und zum Schluss im Spagat vier Diabolos im Affentempo tanzen lässt.

Schlag auf Schlag geht das Programm weiter: Im blitzschnell erfolgenden Szenenwechsel werden zwei große Schleuderbretter hereingetragen. Dann stürmt die Ruban Truppe wie ein Wirbelwind auf die Bühne. Die in antike weiße Varieté- und Zirkuskostüme gehüllten neun Artistinnen und Artisten aus Russland zünden ein wahres Feuerwerk an Sprüngen, Saltos, Schrauben, Luft-Pirouetten und Flic Flacs. Wer springt am höchsten? Spektakulär die reife Leistung des jungen Artisten, der samt seinen Stelzen einen Salto präsentiert und danach mit selbigen unter den Füßen heil und kerzengerade auf einem wabbeligen Polsterkisten landet, ‒ genau wie seine furchtlose Kollegin, die von ihm nach einem gewaltigen Luftsprung in einem auf einer Stange befestigten Stuhl aufgefangen wird. Wow!

Musikalisch gut begleitet von der stimmgewaltigen Sängerin Alexandra Gerbey, die den kultigen Adele-Hit »Skyfall« schmettert, präsentieren die drei bezaubernden jungen Damen vom Trio Puje Contorsion »Verbiegungskunst« vom Feinsten. Vollkommen aufeinander abgestimmt führen die graziösen Schlangenfrauen aus der Mongolei dem staunenden Publikum einen technisch perfekten Kontorsionsakt der Spitzenklasse vor. Was scheinbar mühelos aussieht und mit einem entspannten Lächeln im Gesicht vorgetragen wird, erfordert von Kindesbeinen an hartes Training und eiserne Disziplin.

Auch die nächste Show in

Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015

wird musikalisch live begleitet. Passend zur choreographischen Performance des Duo Castalexi im Genre »Luftakrobatik« punktet Frank Fabry mit einem tollen Rocksong. Eindrucksvoller als der Refrain »Wir hängen aneinander« kann man den leidenschaftlichen Tanz von Catherine Audy und ihrem Lebenspartner Alexis Trudel an den Strapaten wohl kaum beschreiben.

Dann ist erst einmal ein gutes Viertelstündchen Pause, in der die fleißigen Flic-Flac-Helfer ein riesiges, fahnenähnliches Sprungtuch und eine große, s. g. »Russische Schaukel« in der Manege positionieren, ‒ das Arbeitsgerät für den zweiten Auftritt der quirligen Ruban Truppe. Dieses Mal ganz in schwarz gekleidet, überschlagen sich die russischen Akrobaten noch einmal im wahrsten Sinne des Wortes mit ihren Darbietungen und landen nach jedem ihrer gewagten Luftsprünge, Saltos, Schrauben und Flic Flacs sicher im vertikalen Stoffnetz.

Bevor auch der knuffige Allrounder René Bazinet das Publikum ein zweites Mal mit seinen Kapriolen erfreut, begeistert erst noch einmal Frank Fabry mit seiner markig-markanten Stimme und seinem Song »Licht!!!!« die Zuschauer. Danach ist der Mann mit der roten Baseballkappe dran: Zuerst geht er mit seinem komödiantisch talentierten Assistenten aus dem Publikum auf Safari, um sich anschließend mit ihm zu duellieren. Highnoon in Dortmund. 🙂

Haben Sie schon einmal zehn seilchenspringende Mongolen in Action gesehen? Zugegeben, das klingt zunächst nicht sensationell. Aber wetten, dass auch Sie spätestens nach den ersten Minuten − angesichts der akrobatischen Leistungen der originellen, temporeichen Puje-Truppeapplaudieren!

Dass sie nicht ohne Grund »Singende Zirkusprinzessin« genannt wird, beweist die bezaubernde Sopranistin Alexandra Gerbey in ihrer nächsten ebenso sehens-, wie hörenswerten Solonummer hoch unter der sternenbehangenen Zirkuskuppel. Die 31-Jährige Ausnahmekünstlerin aus der Ukraine schwebt an seidenen Tüchern durch das Zelt und zelebriert eine großartige Luftakrobatik-Show, während sie gleichzeitig mit ganzer Stimmgewalt live eine prätentiöse Opernarie singt. Eine reife Leistung!

Eine reife Leistung bietet im Anschluss daran auch Jongleur Johan Welltor. Der quirlige Schwede kann nicht nur auf Tisch und Stuhl mit verbundenen Augen hervorragend mit seinen quietsch-gelben Tennisbällen jonglieren, sondern hat auch jede Menge komödiantisches Talent. Putzig, wie die Bällchen nach jedem Einsatz wieder der Reihe nach verschwinden: Husch, Husch, ab ins Köfferchen!

Weihnachten ist das Fest der Liebe. In diesem Fall der zwischen zwei Frauen. Die beiden amazonenhaften ungarischen Luftakrobatinnen Bernadette Stock & Annamaria Toth setzten mit ihrem Body-Trapez-Akt inklusive dem perfekt darauf abgestimmten Soundtrack auf Sinnlichkeit pur. Der Hinweis im Prospekt trifft’s auf den Punkt: “ …. schön sexy“.

Gut gebaut und mit durchtrainierten Bizeps kommen auch die vier preisgekürten Pellegrini Brothers Erdeo, Natale, Ivan & Andrea daher. Eine artistische Glanzleistung im Fach Hand-auf-Hand-Akrobatik! Es ist spannend mitzuerleben, wie sich die italienischen Muskelberge zu menschlichen Pyramiden aufbauen, und der wohl stärkste des Quartetts zwei seiner Brüder jeweils auf einem seiner nach oben ausgestreckten Hände in die Luft stemmt.

Das »Teufelsrad« läutet die letzte Vorstellung eines viel zu schnell vergangenen Zirkusvergnügens ein: Die temperamentvollen Navas Brothers aus Ecuador sorgen für jede Menge Schwung. Musikalisch auf den Punkt perfekt live begleitet, rennen und hüpfen die energiegeladenen Brüder Ronny und Ray mit irrem Tempo ‒ quasi im Geschwindigkeitsrausch ‒ in und über die kreisenden Stahlräder. Donnernden Applaus gibt es, als sie dann noch oben in der Luft ‒ einmal sogar mit verbundenen Augen ‒ Seilchen und immer gewagtere Saltos springen.

Mit stürmischem Gebläse einer Windmaschine und durch die Reihen wehende lange Papierschlangen verabschieden sich die Stars von ihrem ebenso stürmisch applaudierendem Publikum, das es nicht mehr auf den Sitzen hält und minutenlang im Stehen Beifall für die exklusive, rundum gelungene neue Show

Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015

klatscht.

Großen Beifall auch von uns für alle Künstler*innen und ein Dankeschön an das komplette Flic Flac-Team, dem es wieder einmal mehr gelungen ist, Zirkusfans aller Altersgruppen durch ein bunt-gemischtes Programm aus artistischen Höchstleistungen, exzellenter Live-Musik, Humor, Spannung und Unterhaltung zu begeistern.

Flic Flac – 5. Weihnachtscircus im Revier 2015

gastiert noch bis zum 10. Januar 2016 in Dortmund.

Tickets zum Kaufen und Verschenken gibt es unter anderem im Service Center der Ruhr Nachrichten, Silberstraße 21, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Telefonische Tickets unter der Hotline 01806 – 999 000 204 und Online Tickets direkt auf der Flic Flac-Internetseite.

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